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Sein
Trio Herold betrieb der Mundharmonika-Enthusiast Jahrzehnte lang.
Alfred Messner gehörte als Meister der langen Begleitharmonika immer
zur Stammbesetzung. Der dritte Mann hieß lange Rolf Piesendl,
zwischenzeitlich hatte diese Rolle auch Dieter Kapp inne.
Schon
1952 machte Helmuth Herold die Musik zum Hauptberuf und studierte
unter anderem unter Rudolf Würthner am Hohner-Konservatorium. Von
Anfang an war klar, dass für den ausgebildeten Akkordeonlehrer
Herold das Nebenfach Mundharmonika zum Hauptfach werden würde. Nach
11/2 Jahren Lehrtätigkeit an der Musikschule Geisel in Frankfurt
kehrte er 1957 zum Konservatorium zurück, wo er als Assistent des
Mundharmonikapädagogen und Hohnerklang-Dirigenten Hermann Schwarz
fungierte. Helmuth Herold betreute das Jugendorchester und wurde nach
dem Tod von Hermann Schwarz 1961 auch Dirigent des Hohnerklang.
Spätestens damit war Herold der entscheidende Mundharmonika-Mann in
Trossingen und weit darüber hinaus:
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Vier
Jahrzehnte lang (1991 übernahm Hans-Günther Kölz den
Dirigentenstab) führte er den Hohnerklang.
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Er
sprang in die Bresche als in Trossingen die altbekannten
Mundharmonika unterrichtenden Schullehrer nach und nach abtraten.
Seit den frühen 1960ern wurden Generationen von Grundschulkindern
durch Helmuth Herold systematisch unterrichtet und – bei
entsprechender Begabung – im Konservatorium und in den Hohnerklang-Jugendorchestern
weiter gefördert. Die Besten formierten sich zu Teenager-Ensembles,
wie etwa um 1990 die „Harmonica Youngsters“.
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Basis
für seine pädagogische Arbeit war das von ihm selbst entwickelte
Modell „Student“, bis heute unter dem Namen „Melody Star“
maßgebend. Das System des Schulunterrichts auf breiter Ebene wird
nach wie vor mit großem Erfolg praktiziert – selbstverständlich
durch ehemalige Herold-Schüler (und deren Zöglinge).
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Nebenbei
komponierte und arrangierte der rastlos tätige Herold für die
Mundharmonika. Bis zu seiner Stabübergabe an Hans-Günter Kölz,
Ende 1991, absolvierte er mit „seinem“ Hohnerklang über 700
Konzerte und mit dem Trio Herold und anderen Ensembles über 1700
Bühnenauftritte.
So
glanzvoll seine Karriere, so traurig war das Ende von Helmuth Herold.
Schon bei seinen letzten Auftritten 1994 war er nicht mehr der alte.
Mit den Jahren verschlechterte sich sein Gesundheitszustand derart,
dass er Krankheit und Tod seiner treuen Frau Ruth Herold im Jahr 2000
nicht mehr wahrnehmen konnte.
Die
kleine biographische Sonderausstellung des Harmonikamuseums dreht
sich rund um Leben und Werk Helmuth Herolds und ist an den Sonn- und
Feiertagen von 12. Juni bis 17. Juli 2011 im neuen
Sonderausstellungsraum im UG des Bau V (Hohnerstr. 4/1) in der
Stadtmitte Trossingens zu sehen.
Öffnungszeiten:
jeweils 13.30 – 17.00 Uhr (wie Harmonikamuseum)
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